Neujahrswanderung (14.01.2017)

Aussicht vom Löwenberger Turm
Aussicht vom Löwenberger Turm

Wir versammelten uns zu früher Stund am Trebbiner Bahnhof. Da es nur eine Regiolinie dorthin gibt, hatten sich die Teilnehmer bereits im Zug bekannt gemacht. Dort nahm ich sie in Empfang und wir starteten die Vorstellungsrunde. Bei leichtem Schneetreiben begannen wir unsere Wanderung durch das verschlafenen Örtchen Trebbin. Noch in Trebbin hatte ich die Gelegenheit der Gruppe das erste Mal etwas Pflanzenkunde zu vermitteln. Kurz nach dem Verlassen der Ortschaft stoppten wir für die sog. Gurtrast um überflüssige Kleidungsschichten auszuziehen. Nach einer Stunde Wanderung erreichten wir den beeindruckenden Löwenberger Aussichtsturm, der sich auf dem 103 m hohen Löwendorfer Berg befindet. Als kleines Spiel sollte jeder Teilnehmer die Stufen zählen, die bis zur Plattform hoch gehen. Erstaunlicherweise gab es kein eindeutiges Ergebnis und jeder hatte unterschiedlich gezählt. Wir waren uns jedoch einig, dass es auf jeden Fall mehr also 105 Stufen waren.

Der zugefrorene und verzaubernde Blankensee
Der zugefrorene und verzaubernde Blankensee

Gute anderthalb Stunden später erreichten wir den Blankensee und die nach ihm benannte Ortschaft. Es hatte wieder angefangen leicht zu schneien und so wurden wir von einem sehr beeindruckendem Bild des Sees überrascht. Wie auf dem Foto zu sehen ist, war der komplette See zugefroren und durch den Schneefall zusammen mit den tief hängenden Wolken sah es aus wie das Ende der Welt. Wir waren alle schwer beeindruckt. Der Bohlensteg über den Blankensee lockte uns mit weiteren Eindrücken dieses Schauspiels.

 

Eine halbe Stunde hinter dem Ort erreichten wir das Seechen und den Vogelkundlerturm, der auch gleichzeitig unser Rastplatz sein sollte. Nachdem wir Platz genommen und etwas getrunken und gegessen hatten, erzählte ich Wissenswertes rund um die Neujahrsbräuche anderer Kulturen. Außerdem erfuhren die Teilnehmer noch wie Weihnachten, Neujahr und Heilige Drei Könige zusammenhingen. 

Anschließend hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit zwei Neujahrsbräuche selbst auszuprobieren. Zum einen der aus Italien bekannte Brauch zu jedem mitternächtlichen Glöckenschlag je eine Traube zu essen (Wer beim zwölften Schlag seine 12. Traube gegessen hatte, dem versprach das kommende Jahr Glück), die zweite Neujahrstradition stammte aus dem eisigen Russland. Hierbei schreibt man seinen Wunsch für das kommende Jahr auf einen Zettel, verbrennt diesen und trinkt dann die Asche -  so wird der Wunsch in Erfüllung gehen. Ich kann mit Stolz sagen, dass alle Teilnehmer sich für das Jahr 2017 auf viel Glück und die Erfüllung ihres Wunsches freuen können, da alle 12 Trauben und die Asche von jedem verzehrt wurden.

Kleine Tarpkunde
Kleine Tarpkunde

Nach der Mittagspause ging es nun weiter. Die Hälfte des Weges war geschafft und wir bewegten uns auf die Glauer Berge zu. An geeigneter Stelle konnten wir im Schnee hier und da unsere Fährtenleser-Fähigkeiten erproben und einige Tierspuren identifizieren. Als kleine Nachmittagspause bauten wir aus einem Tarp ein geschlossenes Zelt. Hierfür schnitzte jeder aus einem Stück Holz einen Zelthering. Zu fünft in dem Tarp-Zelt war es angenehm windstill und es wurde schnell warm.

Glauer Graben
Glauer Graben

Ein weiteres Highlight war der Gang durch eine grabenähnliche Furche in den Glauer Bergen, die uns allen das Gefühl gab wirklich in der Wildnis zu sein, statt irgendwo in Brandenburg. Der letze Teil der Strecke ging an Feldern und größeren Waldwegen entlang. Hier freuten wir uns über das knackende Eis unter unseren Füßen, als wir durch die zugefroren Pfützen gingen. Nach guten 7 Stunden Wanderung kamen wir unversehrt und mit teilweise müden Füßen wieder am Bahnhof Trebbin an und machten uns auf die Heimreise.